Glossar: Begriffe & Modelle | Denker & Impulsgeber
Unser Glossar bietet Ihnen Orientierung und Hintergrundwissen rund um Transformation, Agilität und moderne Arbeitskultur.
Es gliedert sich in zwei Bereiche: ein Glossar zentraler Begriffe und Modelle sowie eine separate Übersicht prägender Denker und Impulsgeber.
Ziel ist es, Fachsprache verständlich zu machen, Begriffe einzuordnen und Zusammenhänge sichtbar zu machen – damit ein gemeinsames Verständnis für wirksame Veränderung entstehen kann.

Glossar
A
ABIM (Analysieren · Befähigen · Implementieren · Manifestieren)
ABIM ist ein systemisches Framework zur Gestaltung nachhaltiger
Agilität
Agilität beschreibt die Fähigkeit von Organisationen, Teams und Menschen,
sich in komplexen und dynamischen Umfeldern kontinuierlich anzupassen
und wirksam zu handeln – insbesondere im Kontext von
Agiles Arbeiten
Agiles Arbeiten bezeichnet eine iterative, lernorientierte Arbeitsweise
mit kurzen
Agile Transformation
Agile Transformation ist ein langfristiger Entwicklungsprozess,
der
B
Befähigung
Befähigung bedeutet, Menschen und Teams gezielt darin zu stärken,
Verantwortung zu übernehmen und selbstwirksam zu handeln.
Sie ist eine zentrale Voraussetzung für
Beteiligung
Beteiligung beschreibt die aktive Einbindung von Menschen in Entscheidungs- und Gestaltungsprozesse.
Business Agility
Business Agility beschreibt die Fähigkeit einer Organisation, als Ganzes schnell und koordiniert auf Veränderungen zu reagieren.
C
Change
Change bezeichnet Veränderungen in Organisationen,
ausgelöst durch interne oder externe Impulse
und umgesetzt über
Change Management
Change Management umfasst Ansätze und Maßnahmen,
um
Culture (Unternehmenskultur)
Unternehmenskultur umfasst Werte, Überzeugungen und Verhaltensmuster,
die das tägliche Handeln prägen und maßgeblich über den Erfolg von
D
Design Thinking
Design Thinking ist ein nutzerzentrierter Ansatz zur Entwicklung innovativer Lösungen in komplexen Problemstellungen.
Digitale Transformation
Digitale Transformation beschreibt den Wandel durch digitale Technologien in Verbindung mit strukturellen und kulturellen Veränderungen.
E
Emergenz
Emergenz beschreibt das Entstehen neuer Muster, die nicht planbar sind, sondern aus dem Zusammenspiel vieler Faktoren entstehen.
Empowerment
Empowerment stärkt Menschen darin, Verantwortung zu übernehmen und wirksam zu handeln.
Erwartungshaltung
Erwartungshaltung beschreibt Annahmen über Rollen, Verantwortung und Zusammenarbeit.
F
Feedback
Feedback ermöglicht Lernen, Reflexion und kontinuierliche Verbesserung.
Führung
Führung schafft Orientierung und Rahmenbedingungen
für
G
Governance
Governance beschreibt Entscheidungslogiken, Regeln und Verantwortlichkeiten in Organisationen.
H
Haltung
Haltung beschreibt grundlegende Überzeugungen, die Handeln stärker prägen als Methoden.
I
Iteratives Arbeiten
Iteratives Arbeiten ermöglicht Lernen durch kurze Zyklen und regelmäßige Anpassung.
J
Job Crafting
Job Crafting bezeichnet die aktive Gestaltung der eigenen Arbeit
im Sinne von
Just Culture
Just Culture beschreibt einen lernorientierten Umgang mit Fehlern.
K
Kanban
Kanban ist eine Methode zur Visualisierung von Arbeitsflüssen mit Fokus auf Transparenz.
Komplexität
Komplexität erfordert neue Denk- und Arbeitsweisen, da Ursache-Wirkung nicht eindeutig vorhersehbar ist.
L
Lightning Decision Jam
Lightning Decision Jam ist ein strukturiertes Workshop-Format zur schnellen Problemlösung.
M
Mindset
Mindset beschreibt Denk- und Handlungsmuster, die Wahrnehmung und Entscheidungen beeinflussen.
N
Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit bedeutet, Wirkung langfristig zu denken.
New Work
New Work stellt
O
Organisationale Entwicklung
Organisationale Entwicklung beschreibt die ganzheitliche Weiterentwicklung von Organisationen.
P
Personas
Personas helfen, Nutzerperspektiven besser zu verstehen.
Purpose
Purpose beschreibt den sinnstiftenden Zweck einer Organisation.
Q
Qualität
Qualität entsteht im Prozess durch kontinuierliche Verbesserung.
R
Resilienz
Resilienz beschreibt die Fähigkeit, mit Unsicherheit konstruktiv umzugehen.
S
Selbstorganisation
Selbstorganisation ermöglicht eigenverantwortliches Arbeiten.
Sinnhaftigkeit
Sinnhaftigkeit beschreibt das Erleben von Bedeutung im eigenen Tun.
T
Transformation
Transformation beschreibt tiefgreifende, nachhaltige Veränderung von Organisationen.
U
Unternehmenskultur
Unternehmenskultur prägt Verhalten und Entscheidungen.
V
Veränderungsprozesse
Veränderungsprozesse gestalten Wandel bewusst
und sind Kern jeder
Verantwortung
Verantwortung bedeutet, Entscheidungen bewusst zu treffen.
Vertrauen
Vertrauen ist Grundlage wirksamer Zusammenarbeit.
W
Wasserfallmodell
Das Wasserfallmodell ist ein lineares Vorgehensmodell.
In komplexen Umfeldern ist
Wirksamkeit
Wirksamkeit beschreibt den tatsächlichen Effekt von Maßnahmen.
X
X-Faktor Mensch
Der X-Faktor Mensch betont die Bedeutung von Haltung, Motivation und Beziehung für Veränderung.
Y
Y-Theorie
Theorie Y geht davon aus, dass Menschen motiviert und entwicklungsfähig sind.
Z
Zusammenarbeit
Zusammenarbeit beschreibt koordiniertes Handeln zur Erreichung gemeinsamer Ziele.
Zukunftsfähigkeit
Zukunftsfähigkeit ist die Fähigkeit, sich langfristig erfolgreich weiterzuentwickeln.
Glossar
A
Antoine de Saint-Exupéry
„Es geht nicht darum, die Zukunft vorherzusagen, sondern sie möglich zu machen.“
Antoine de Saint-Exupéry war Schriftsteller und Pilot. Sein Denken betont Verantwortung, Sinn und Gestaltungsspielräume im Umgang mit Unsicherheit.
Seine Haltung ist anschlussfähig an
B
Frithjof Bergmann
Frithjof Bergmann gilt als Urheber des Begriffs New Work. Der austro-amerikanische Philosoph entwickelte das Konzept als Gegenentwurf zu entfremdeter Arbeit.
Sein zentraler Gedanke: Arbeit sollte etwas sein, das Menschen „wirklich, wirklich wollen“.
Bergmanns Denken bildet die Grundlage für
E
Amy Edmondson
Amy Edmondson ist Professorin an der Harvard Business School und Pionierin des Konzepts der psychologischen Sicherheit.
Sie zeigt, dass Lernen, Innovation und Veränderung nur dort möglich sind, wo Menschen ohne Angst vor Sanktionen sprechen können.
Psychologische Sicherheit ist damit Voraussetzung für
Eric Ries
Eric Ries ist Autor von The Lean Startup und übertrug agiles Denken auf Innovations- und Gründungsprozesse.
Sein Build-Measure-Learn-Zyklus verbindet Experimentieren mit schnellem Lernen.
Der Ansatz ist relevant für
F
Frederic Laloux
„Agilität heißt, Verantwortung zu übernehmen – für Entscheidungen, Menschen und Wirkung.“
Frederic Laloux ist Autor von Reinventing Organizations und prägte das Bild selbstorganisierter, sinnorientierter Organisationen.
Seine Arbeit beeinflusst Konzepte wie
Friedrich Glasl
Friedrich Glasl ist Organisationsberater und bekannt für das Phasenmodell der Konflikteskalation.
Sein Modell beschreibt neun Eskalationsstufen und zeigt, wie ungelöste Konflikte Veränderung blockieren können.
Das Modell ist besonders relevant für
Friedemann Schulz von Thun
Friedemann Schulz von Thun ist Kommunikationspsychologe und Begründer des Modells der „Vier Seiten einer Nachricht“.
Er zeigt, dass Kommunikation immer auf mehreren Ebenen wirkt und Missverständnisse häufig systemisch entstehen.
Seine Arbeit ist grundlegend für
K
Kent Beck
Kent Beck ist Mitautor des Agilen Manifests und Begründer von Extreme Programming (XP).
Er prägte frühe agile Prinzipien wie kontinuierliches Feedback und inkrementelle Verbesserung.
Seine Arbeit ist grundlegend für
John Kotter
John Kotter ist Professor an der Harvard University und einer der bekanntesten Vertreter des klassischen Change Managements.
Sein Acht-Stufen-Modell beschreibt Transformation als strategischen, schrittweisen Prozess.
Der Ansatz ist relevant für formale
M
Margaret Wheatley
„Zukunft entsteht, wenn Haltung und Handeln zusammenkommen.“
Margaret Wheatley ist Organisationsentwicklerin und Systemtheoretikerin.
Sie prägt den Blick auf
P
Peter Senge
„Transformation ist kein Ziel, sondern ein Prozess des gemeinsamen Lernens.“
Peter Senge ist Systemwissenschaftler und Begründer des Konzepts der lernenden Organisation.
Seine Arbeit bildet eine Grundlage für
systemisches Denken,
organisationales Lernen
und nachhaltige
Niels Pfläging
Niels Pfläging ist Organisationsberater und einer der bekanntesten Kritiker klassischer Management- und Hierarchiemodelle.
Mit dem Beta-Kodex plädiert er für dezentrale Verantwortung, unternehmerisches Denken und radikale Vereinfachung von Organisationen.
Seine Positionen sind eng verbunden mit
R
Reinhard K. Sprenger
Reinhard K. Sprenger ist Managementdenker und kritischer Kommentator klassischer Führung und Motivationssysteme.
Er plädiert für Eigenverantwortung statt externer Motivation.
Seine Positionen sind anschlussfähig an
S
Otto Scharmer
„Nachhaltige Veränderung beginnt mit dem Mut, Neues zu denken.“
Otto Scharmer ist Mitbegründer der Presencing Theory U (MIT) und verbindet Organisationsentwicklung mit Bewusstseins- und Führungsfragen.
Sein Ansatz ist zentral für
Jeff Sutherland & Ken Schwaber
Jeff Sutherland und Ken Schwaber sind die Begründer von Scrum.
Scrum strukturierte agiles Arbeiten in kurzen Zyklen mit klaren Rollen und Ereignissen.
Scrum ist ein Kernbestandteil moderner
Simon Sinek
Simon Sinek wurde durch das Konzept „Start with Why“ bekannt.
Er lenkt den Fokus von dem, was Organisationen tun, hin zu dem, warum sie es tun.
Sein Ansatz ist eng verbunden mit
W
Paul Watzlawick
Paul Watzlawick war Kommunikationswissenschaftler und einer der prägenden Denker des systemischen Ansatzes.
Er zeigte, dass Wirklichkeit durch Kommunikation konstruiert wird und Veränderung ohne Verständnis von Beziehung nicht möglich ist.
Seine Perspektive ist grundlegend für
Gemeinsam weiterdenken
medienmatrixx
Unser Glossar zu Begriffen & Modellen sowie Denkern & Impulsgebern soll Orientierung geben, Zusammenhänge sichtbar machen und Denkanstöße liefern. Gleichzeitig verstehen wir es nicht als abschließende Sammlung, sondern als lebendigen Bezugsrahmen, der mit neuen Perspektiven wächst.
Wenn Sie Ergänzungen vorschlagen möchten, Fragen zu einzelnen Begriffen haben oder Impulse aus Ihrer eigenen Praxis teilen wollen, kommen Sie gern auf uns zu.
Wir freuen uns über jeden Beitrag, der das gemeinsame Verständnis von Transformation, Agilität und moderner Arbeitskultur erweitert.
